Gesteinsarten

Basalt

Basalt gehört zu den Ergussgesteinen und entstammt dem oberen Erdmantel. Er ist für gewöhnlich
dunkelgrau bis schwarz, und besteht zum größten Teil aus einer feinkörnigen Grundmasse, chemisch
ähnlich dem Gabbro. Diabas und Melaphyr gelten ebenfalls als Basalte, haben jedoch durch
Metamorphose leichte Veränderungen im Gefüge und der Mineralzusammensetzung erfahren. Basalt
wird hierzulande traditionell als Pflasterstein, Platte, Kantenstein und Palisade angeboten.
Der fälschlicher Weise häufig als Basalt bezeichnete Tephrit ist in seinen Entstehungsbedingungen
und seinem Aussehen mit dem Basalt verwandt. In seinem Gestein sind jedoch häufig Poren
enthalten, in denen Zeolithminerale auftreten können. Dieses "Glitzern" macht die Kombination mit
Graniten möglich. Tephrit ist etwas heller als der türkische oder chinesische Basalt.

Granit

Granite sind einfach zu erkennen: Farbe: hell- bis dunkelgraugrün, gelb bis rötlich und braun. Die
Struktur ist richtungs- und regellos und ohne Bänderung, fein- bis grobkörnig, seltener porphyrisch.
Granit bietet eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Sorten in allen erdenklichen Farben und
Variationen. Ein vielseitig verwendbares Material für den Außen- und Innenbereich mit guten Gebrauchseigenschaften, hoher mechanischer und chemischer Beanspruchbarkeit. Hinzu kommen
vielfältige Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitungen wie etwa poliert, geschliffen, geflammt,
gestrahlt, gesägt usw. - je nach Verwendung & Anwendungsbereich. Häufige Verwendungszwecke
sind Bodenbeläge, Treppen, Fensterbänke, Mauersteine, Abdeckplatten, Fassaden, Verkleidungen,
Arbeitsplatten und vieles mehr. Mit den technischen Bearbeitungsmöglichkeiten von heute kann Granit preisgünstig und wirtschaftlich produziert werden. Seine technischen Vorzüge (z.B. Frostsicherheit,
Säurebeständigkeit usw.) erlauben einen umfassenden Einsatz im Innen - und Außenbereich. Granit
ist das mengenmäßig häufigste Tiefengestein, in allen Farben auftretend. Es ist besonders hart,
äußerst witterungsbeständig und obendrein preiswert.
Kalkstein
Weltbekannten Ruhm erfuhr einer der bekanntesten Kalksteine, der Solnhofer oder Solnhofener
Plattenkalkohne Zweifel als Lithographiestein (Druckplatte). Er ist ein sehr dic hter, cremefarbener
bis ockergelber Kalkstein, der aufgrund seiner ausgezeichneten ebenen Spaltbarkeit auch als
"Solnhofer Schiefer" bezeichnet wird. Die Spaltflächen sind oft mit farnähnlichen "Dendriten"
gezeichnet, welche durch die Abscheidung von Eisen- und Manganlösungen entstanden und dem
Abbild einer prähistorischen Flora ähneln. Sein natürliches Farbenspiel sowie die Möglichkeit ihn
bruchrau - angeschliffen, feingeschliffen und matt poliert anzubieten ermöglichen eine individuelle
Verwendung dieses einzigartigen Natursteinmaterials im Innen- wie im Außenbereich. Solnhofener
Naturstein ist licht - und farbecht, trittsicher - bei bruchrauer und angeschliffener Oberfläche auch
hervorragend im Bad / Nassbereich geeignet - abriebfest und strapazierfähig. Er hat die höchste
Dichte und Abriebfestigkeit aller Kalksteine. Er ist ein altbewährtes, gediegenes und zugleich
exklusives Naturprodukt, an dem sie lange ihre Freude haben werden. In unserem Standard-Sortiment
finden Sie den "Solnhofener" als Polygonalplatte in verschiedenen Stärken für den Wand- und
Bodenbereich. Beim Jura-Marmor handelt es sich wohl um den bedeutendsten deutschen
Naturwerkstein für den Baubereich. Dem Verbraucher kommt hier klar der deutsche
Produktionsstandort zum Vorteil. In mediterranen Farben von ocker bis gelb gibt es zahlreiche
"Standardprodukte" die sich hervorragend kombinieren und mit kurzfristig angefertigten Sonderteilen
ergänzen lassen.
Marmor
Marmor ist ein Umwandlungsgestein das unter hohem Druck und/
oder hoher Temperatur eine Metamorphose erfahren hat.
Mineralbestandteile sind Calcit, Dolomit und/oder Aragonit. Weitere
Mineralbeimengungen geben dem Marmor seinen Farbenreichtum.
Marmore sind meist heller als Kalksteine und haben eine glitzernde
Bruchstelle. Sie haben häufig dunkle, schwarze Äderungen, die
mehr oder wenig stark ausgeprägt sind. Marmor ist technisch
vergleichbar mit Kalkstein. Dieses gilt auch für die Limitierung in der
Anwendung: sie sind nicht für stark frequentierte Flächen geeignet,
zumeist nicht frostsicher, es sollten schnellabbindende Verlegsysteme und bei hellen Sorten eine
rückseitige Marmor-Dichtschlämme verwendet werden.
Porphyr
Porphyr ist eruptives Erguss- bzw. Magmagestein. Also Gestein, das durch einen Vulkanausbruch an
die Erdoberfläche gelangte und dann erstarrte. Erstarrt Magma in der tiefen Erdkruste entsteht Granit.
Erreicht die Lava aber die Erdoberfläche entsteht Porphyr. Die Bezeichnung Porphyr selbst macht
keine Aussage über die mineralogische oder chemische Zusammensetzung, sondern über das
porphyrische Gefüge. Porphyr ist extrem beständig gegen chemische Widerstände und hohen
Druck. Die Frostbeständigkeit ist nicht immer gegeben (abhängig von Abbauart- und Ort). Farbe:
zumeist rot bis dunkelrot, teils bräunlich, selten grau
Quarzit
Quarzite sind umgewandelte Sandsteine, die primär aus dem Mineral Quarz bestehen (> 80 Vol.-%).
Die Umwandlung läuft bei Temperaturen von 340 °C - 380 °C sowie Drücken zwischen 2 kbar bis 8
kbar ab. Sind im Ursprungsgestein Tonbestandteile enthalten, dann entstehen Glimmerminerale im
lagigen Gefüge, die als dünne Trennlagen die Spaltrichtung vorgeben. Bei der Gewinnung unserer
brasilianischen Quarzite fallen rund 90% nicht verwendbaren Abraumes an. Die gewonnenen Blöcke
sind im Verhältnis zu anderen Gesteinen sehr klein. Tests und Analysen haben ergeben, dass dieser
Quarzit ein frostbeständiger und wetterfester Stein ist, resistent gegen Chemikalien, Absplitterung und
Verschleiß und seine Härte dem 7. Grad der Mohs-Skala entspricht. Quarzit werden oft eingesetzt bei
Pool-Umrandungen, Abdeck- oder Podestbeläge sind mit entsprechender Vorlaufzeit kein Problem.
Um chemisch bedingte Verfärbungen zu vermeiden, sollten nur hochwertige Verlegemittel verwendet
werden. Bei fester Verlegung im Außenbereich ist immer Drainagemörtel zu verarbeiten. Beim
"Kleben" dünner Platten ausschließlich weißzementären Marmorkleber ! Sandstein
Sandstein ist ein Sedimentgestein aus miteinander verkitteten Sandkörnern, welche vorwiegend aus
Quarz bestehen. Als Verkittung oder Zementation bezeichnet man die natürliche Verfestigung des
Sandes durch die Ausfällung bzw. Einlagerung von Mineralen um die zwischen 0,063 und 2 mm
großen Sandkörner herum. Sandsteine können in Ihren technischen Eigenschaften stark
unterschiedlich sein. Die Frostfestigkeit ist nicht immer gegeben, eine Tausalzbeständigkeit fehlt
gänzlich. Bei fach- und sachgerechter Verarbeitung und Pflege bleiben jedoch fast alle Sandsteine
über Generationen hinweg beständig und stabil. Informieren Sie sich über entsprechende
Anwendungsmöglichkeiten, sowie Verlege- und Pflegerichtlinien. Wir müssen es immer wieder
predigen: Auf die richtige Verarbeitung kommt es an !
Schiefer
Wir unterscheiden zwischen Tonschiefer, Glimmerschiefer und
Fruchtschiefer.
Tonschiefer entsteht ähnlich wie der Solnhofer Kalkstein. Abgelagerter
Tonschlamm wird unter extremem Druck sich auftürmender
Schichten in Tonstein umgewandelt. Die verhärtete
Schichtung erinnert bereits an "schiefriges Gestein". Bei anhaltendem
auch seitlichem Druck in Verbindung mit sehr hohen
Temperaturen, erfolgt eine weitere Umwandlung zum Tonschiefer. Dieser auch als Dachschiefer
bekannte Tonschiefer spaltet zumeist sehr ebenflächig. Nicht alle Tonschiefer sind frostbestänig.
Damit er nicht austrocknet und zum Erhalt der dunklen Farbgebung, sollte er regelmäßig geölt oder
imprägniert werden. Glimmerschiefer sind niedrigmetamorphe Schiefersorten. Bei höheren
Termperaturen kann dieses aus Tonschiefer umgewandelte Gestein entstehen. Die Farbe der
Glimmerschiefer ist hell- bis dunkelgrau, durch Verwitterung können sie jedoch auch bräunlich oder
rötlich erscheinen. Die Oberfläche wirkt zumeist glänzend. Fruchtschiefer, ebenfalls
niedrigmetamorph, zeigt die sich bei hohen Temperaturen entwickelnden und bis zur
Getreidekorngröße anwachsenden "Cordierit-Kristalle" in den Farben blau, violett, grau, grün und
braun. Er ist frostbeständig, von extremer Härte, und wird sowohl in gespalten als auch bearbeiteter
Oberfläche angeboten.
Travertin
Dieser Naturstein zeichnet sich durch sein klassisches und zeitloses Erscheinungsbild aus.Es handelt
sich bei Travertinen um Süßwasser-Karbonatgesteine, die zu ihrer Ablagerung ältere Kalkstein- oder
Marmorvorkommen benötigen. Travertin ist in der Natursteingeologie ein eher junges Gestein. Wie
Kalkstein und Marmor verfügt auch er nur über eine geringe Säureresistenz. Charakteristisch sind
seine offenen Gesteinsporen, die in unterschiedlicher Größe und Menge auftreten. Kommt es bei der
Ausfällung (Entstehung) von Travertin zur Beimengung von Limonit, so kann er gelblich bis braun
gefärbt sein. Wird Hämtit beigemengt, erfolgt die Färbung rötlich bis rot. Travertine sind trotz ihrer
hohen Wasseraufnahme von 0,3 bis 3,0 Masseprozent frostfest.

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